Poetry Slam – auch ohne Wilhelm Busch

Endlich wieder ein Poetry Slam im Hölderlin Eins – ursprünglich zu Ehren des 190. Geburtstags von Wilhelm Busch geplant. Da alle Busch – kundigen Poetinnen & Poeten erkrankt waren, sind, gab es „nur“ einen normalen Poetry Slam.

Egal, das Publikum hatte trotzdem Spaß. Am Ende konnte Erik Leichter (obere Bildreihe links) mit nur einem Punkt Vorsprung den silbernen Wordwerkstatt – Hammer als Gewinner mit nach Hause nehmen.  Den 2. Platz erreichte Pauline Prigge.

Foto: Wolfgang Kartscher

Three for Silver

Nachdem der Konzerttermin bedingt durch die Corona – Entwicklung über mehrere Jahre durch den Kalender gewandert ist, konnte das Konzert nun am 29. März 2022 endlich stattfinden.

Das Trio um den Sänger und Bassisten Lucas Warford konnte erneut restlios begeistern. Wir hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Lucas Warford, Bass + Gesang Willo Sertain – Accordeon + Gesang  Corwin Zekley – Violine+ Gesang

Fotos: Frank Herrmann

A Cappella – Doppelkonzert: THE FAIRYTALES dann doch allein unterwegs

Auch vor Musikschaffenden macht Corona keinen Halt. Und so wurde aus dem angekündigten Doppelkonzert mit dem Damen – Quartett NOW OR NELLIE und den vier Herren von THE FAIRYTALES ein Soloauftritt des Männer – Quartetts, da die Damenriege vom Virus geschwächt wurde.

Dennoch hatte das Publikum einen unterhaltsamen Abend. Die vier Herren haben nicht nur Freude und Spaß am Gesang. Sie sind echte Entertainer, die auch zwischen den Stücken  mit launigen Ansagen,  überraschenden  Verkleidungen und schrägen Witzen bestens unterhalten.  Die lange Bühnenabstinenz war dem Quartett nicht anzumerken.  Alle Töne saßen,  das Repertoire (überwiegend aus den 50 / 60er Jahren) wurde sicher und mit großer Leichtigkeit vorgetragen. Perfekt,  aber locker!

Gute Nachricht für die  die Freundinnen & Freunde von NOW OR NELLIE: Das Doppelkonzert findet nun am 03.05.2022 statt. Dann sind alle Damen wieder fit und wir dürfen auch wieder mehr als 36 Gäste in unseren Saal lassen!

Fotos: Wolfgang Kartscher

09.11.2021 – Karsten Brudy Ensemble

Eigentlich hätte THREE FOR SILVER aus den USA an diesem Abend im Hölderlin Eins auftreten sollen, aber an Flüge aus und in die Vereinigten Staaten war im Herbst 2021 noch nicht zu denken.

So war es ein glücklicher Zufall, dass Karsten Brudy für sein Ensemble nach einem Konzertort gesucht hat, um dort seine CD  „busy at the bar“ vorstellen zu können.

Glücklich, denn das Karsten Brudy Ensemble war mehr als nur ein Ersatz für das Trio aus den USA.

Foto: Gerald Hinz

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Publikum im bis zum letzten (Steh-)Platz ausgebuchten Hölderlin Eins erlebte musikalische Unterhaltung auf sehr hohem Niveau. Die fünfköpfige Band, die sich um den Pedal Steeler Karsten Brudy formierte, überzeugte durch Virtuosität und raffinierte Arrangements zwischen Gitarre und Pedal Steel. Swingende Up-Tempo Stücke wechselten sich ab mit hawaiianisch träumerischen Balladen,  Soloeinlagen der Musiker wurden mit begeistertem Applaus quittiert.

Jeweils zum Ende beider Sets kam die aus London stammende Sängerin Sobi auf die Bühne, die bei einigen Stücken das instrumentale Treiben ihrer Kollegen mit ihrem unverwechselbaren Timbre kongenial abrundete.

Ein echter Höhepunkt der Konzertsaison 2021!

Klaus Urban – Das Tucholsky – Feuerwerk

Zwischen zwei durch den Corona – Virus bedingten Zwangspausen konnte das Hölderlin Eins für einige Veranstaltungen seine Pforten öffnen. Mit dabei: der im Haus als Moderator der regelmäßigen Poetry Slams bestens eingeführte Klaus Urban mit seinem Tucholsky – Feierwerk, dem Kleefelder Beitrag zum hannoverschen WortLaut Festival 2020.

Die möglichen Plätze für Gäste waren rasch vergeben. Für diese hat Klaus Urban eine kluge Auswahl bissiger und heiterer Texte Tucholskys getroffen. Getreu Tucholskys bzw. Peter Panters Ausspruch „Zivilisierte Menschen denken polyphon“ hat Urban die Texte gesprochen und im Wechsel mit eigenen Vertonungen als Lieder vorgetragen. Dabei hat er mit Gitarre und Mundharmonika seine Nähe zu Bob Dylan offenbart, passender Weise einem Literaturnobel-preisträger.

Die Besucher waren sich einig: Eine angenehme Überraschung, den Musiker Klaus Urban zu erleben und eine Freude, Tucholsky Texte in Liedform zu hören. Ein unterhaltsamer, aber auch würdiger Abend, um an den 130. Geburtstag von Kurt Tucholsky zu erinnern.

Die Rückkehr des Odysseus. Aus der Odyssee des Homer, vorgetragen vom Olaf Steinl.

Die Lesung von Olaf Steinl war unsere letztwe Veranstaltung vor der Corona – Zwangspause. Nach der Veranstaltung hat uns eine Bessprechung des Abends von einem  Zuhörer erreicht, die wir an dieser Stelle gerne veröffentlichen.

Es gibt ja so viele Mythen, götterumwoben, vom Gilgamesch der Babylonier, vom Schöpfungsmythos des Alten Testaments, Science Fiction-Mythen wie in den Hyperion-Gesängen. Und eben auch und immer wieder gibt es die Mythen der alten Griechen. Diese nun sind entstanden in uralter Zeit. Will man sie heute noch hören? Ja, man will es.

Weil sich seither nichts geändert hat in allem, was an Ängsten, Schrecken, Schicksalen, Furcht und  Erfüllung die Menschen bewegt. Man mag lachen und spotten über der Griechen Götterwelt: absurde  Verwandlungen der Götter in verschiedene Gestalten hinein und ihr Eingreifen in der Menschen Welt; die Fehden und Feindschaften der Götterkinder untereinander – sie sind doch alle so menschlich, dass man sie versteht, sofort, weil man ihnen nachfolgen kann in ihrer Gemeinheit.

Odysseus nun wird von Athene beschützt.  Wie vorher schon immer wieder auf seinen jahrelangen Irrfahrten, und kehrt nun heim:  Die Rückkehr des Odysseus.

Da geht was ab:  Die ganze Heerschar von Freiern um Penelope, Freier, die jahrelang schon um sie warben und dabei in täglichen Wettspielen und in üppigem Festschmaus die  Vorräte des Odysseus verzehrten. Der noch sehr junge Sohn Telemach, der diesem Frevel noch nicht zu begegnen wusste; Penelope, die mit einer List dies alles hinauszuzögern suchte bis zur immer noch erhofften Zurückkehr ihres Gemahls Odysseus: Das alles steigert sich zu einer leise anschwellenden Explosion, als Odysseus, von Athene in Gestalt und Gewand in einen Bettler verkleidet, unter die Freier tritt.

 Nun muss man es hören und sehen, wie Olaf Steinl die folgenden Szenen in die Gegenwart hineinholt. Das ist die pure, lebendige, überwältigende Gestaltung einer großen Szene der griechischen Mythologie in die Gegenwart hinein.

Er (Olaf Steinl) hat sich für seine Aufführung die Erzählversion von Wolfgng Schadewaldt ausgewählt. Fast möchte man meinen, dass es umgekehrt gewesen wäre, und dass der Autor Schadewaldt dem Rezitator Steinl seine Sprache in den Mund gelegt hätte. Die Symbiose jedenfalls ist großartig.

Sprache, Mimik, Gestik des Rezitators, Spannung, Bildhaftigkeit, Lebendigkeit, jede Nuance des erzählten Geschehens, der inneren Bewegung, des Triumphes und der Verzweiflung: Alles ist wahrlich fesselnd und über alle zeitlichen Distanzen des Erzählten hinweg gegenwärtig geworden.

Ein Ereignis im Kulturhaus Kleefeld.

Wiegenlieder, Waisen & Krakeeler – Tom Waits Revue

Thomas Alan „Tom“ Waits (* 7. Dezember 1949 in Pomona, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Sänger, Komponist, Schauspieler und Autor.

In seiner Musik verbindet Waits Einflüsse aus klassischen amerikanischen Genres wie Blues, Rhythm and Blues, Jazz, Folk und die Songwriter mit Aspekten des Vaudeville und der Theatermusik. Später nahm Waits auch Einflüsse aus Avantgarde-Jazz, Rap oder Industrial Rock mit auf. Seine Musik wird gelegentlich auch dem Alternative Rock oder Indie-Rock zugerechnet. Waits, der sich konsequent den Hörerwartungen eines breiten Publikums verweigert, trägt seine durch die Beat Generation beeinflussten Geschichten grummelnd und knurrend mit charakteristisch rauer Stimme vor.

Seit Beginn seiner Karriere in den 1970er Jahren wurden und werden Waits’ Kompositionen von unzähligen – häufig kommerziell wesentlich erfolgreicheren – Musikern gecovert. Rod Stewart erreichte beispielsweise 1989 mit der Waits-Komposition Downtown Train Platz eins der Billboard 200. Sein Album Bad As Me aus dem Jahr 2011 war das erste, das bereits kurz nach dem Erscheinen nennenswerte Verkaufszahlen erzielen konnte.

Als Schauspieler war Waits unter anderem in den Kinofilmen Down By Law, Bram Stoker’s Dracula, Short Cuts, Das Kabinett des Doktor Parnassus,
7 Psychos
und The Ballad of Buster Scruggs zu sehen.

An diesem Abend im Februar wurde das Schaffen  von Tom Waits in musikalischen Beiträgen und Lesungen gewürdigt. Hier ein kurzer Auszug in einem Video, für das wir uns wie immer bei Bernnd Burkhardt bedanken.

Danika Homes feat. The Jeb

Zum Abschluss des Konzertjahres 2019 hatten wir erneut ein Duo aus den USA im HÖLDERLIN EINS zu Gast. Bei der Vereinbarung des Termins haben wir mit Danika Holmes über unsere bisherigen schlechten Erfahrungen mit Konzerten in der Weihnachtszeit gesprochen.  „Ich werde ein paar zur Jahreszeit passende Lieder auswählen“ hat sie daraufhin angekündigt. 
Das dies kein Scherz war, zeigt u.a. der Mitschnitt von „Dancing in the Snow“.

Die besondere Qualität von Jeb Hart als Sologitarrist ist in diesem Konzertausschnitt zu sehen. Eine Instrumentalfassung vom Jimi Hendrix Klassiker „Little Wing“, erkennbar von Stevie Ray Vaughn beeinflust.

Zum Abschluss mit „Press Play“ noch eine Komposition von Danika Holmes, in der noch einmal deutlich wird, warum sie in den USA von den Kritikern als Sängerin hoch geschätzt wird.

Wir bedanken und erneut bei Bernd Burkhardt für die Kontzertmitschnitte

Courtney Yasmineh

Mit Courtney Yasmineh konnten wir eine echte Rock Lady im HÖLDERLIN EINS begrüßen. Ihre extrovertierte Erscheinung sollte alledings nicht darüber hinweg täuschen,  das Courtney eine extrem sympathische und einfühlssame Person ist.

Musikalisch wurde Einiges geboten. Zum Abschluss des Konzertes gab es noch Leonhard Cohens „Hallelujah“ als Zugabe; hier leider nur als Handy – Mitschnitt. Trotzdem schön!  Als weiteres Tondokumemt eine Mid – Tempo Rocknummer:  „I shall be released“.

I shall be released

Hallelujah